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Auf dem Weg zum Glück

Was ist eigentlich Glück? Dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben schon viele versucht. So mancher stellt sich diese Frage vielleicht sogar jeden Tag. Bin ich glücklich? Häufig fällt es einem eher auf, wenn man gerade nicht glücklich ist.

Die Happiness-Studie der CocaCola Happiness-Instituts hat sich in einer Studie aus 2014 mit dieser Frage auseinandergesetzt. Dabei stellten die Experten fest, dass es drei Faktoren gibt, die das Glücksgefühl nachhaltig beeinflussen.

Der erste Faktor ist die steigende Autonomie oder Selbstbestimmung im Alltag. Die Vermutung der Forscher geht dahin, dass durch ihren Anstieg parallel auch die Lebensfreude erhöht werden kann. Entscheidend dabei sei es aber, diese nicht ohne Rücksicht auf soziale Beziehungen zu leben.

Der zweite Faktor ist die soziale Verbundenheit. Beziehungen werden zunehmend selbst gewählt, haben eine höhere Qualität und eine positive Auswirkung auf die Lebensfreude. Auch wenn Onlinebeziehungen das Gefühl der sozialen Partizipation hervorrufen, können sie doch die realen Kontakte nicht ersetzen.

Als dritten Faktor identifiziert die Expertenrunde die große Optionsvielfalt. Doch diese Vielfalt ist nur dann von Vorteil, wenn sie die Ressourcen sinnvoll einsetzen und somit Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung eröffnet. Im Übermaß wird sie zur Herausforderungen, denn nicht selten empfinden diese Menschen Stress, Kraft- und Mutlosigkeit.

Diese drei Veränderungen haben natürlich Auswirkungen auf die Lebensbereiche Arbeits-, Privatleben und Freizeit. Mit steigender Selbstbestimmungsmöglichkeiten und Work-Life-Balance, nimmt in gleichem Maße die Arbeitsintensität zu, da es häufig schwerer wird klare Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben zu ziehen. So dringt der Beruf auch schnell in die ehemals geschützte Atmosphäre des Privatlebens ein.

Um uns zu optimieren, werden auch Hobbys und private Vergnügen mehr und mehr strategisch betrieben. Es reicht heute nicht mehr aus, Laufen oder Radfahren aus Spaß zu betreiben, man trainiert eher für den nächsten Iron Man auf Hawaii. In der kurzen Freizeit muss es machbar sein, alles unter einen Hut zu bringen, was ein Übermaß an Aktionen und Unternehmungen mit sich bringt. Unverplante Zeit wird so zur Rarität. Unterstützt werden wir in unserem Aktionismus von Apps und dem Internet, die helfen uns in Bezug auf Gesundheit, ausgewogenen Lebensstil und Selbstbeobachtung anzuleiten. Dieses rund um die Uhr informiert sein führt zu einem hohen Verantwortungs- und Leistungsdruck und nicht selten auch zu mangelnder sozialer Einbindung, welche sich wieder negative auf die Gesundheit auswirkt.

Auf dem Weg zum Glück

Dabei sind die Menschen, je nach Lebensphase, von diesen drei Punkten in unterschiedlicher Intensität betroffen. Bei Jugendlichen steht die Autonomie klar im Vordergrund. Sich von den Eltern und Autoritäten lösen und selber entscheiden, ist klares Ziel. Später, im mittleren Lebensalter, muss man sich mit immer mehr Verpflichtungen auseinandersetzen. Partner werden gewählt, Familien gegründet, die Karriere vorangetrieben, ein Haus gebaut und und und. Ältere Leute haben weniger Möglichkeiten und körperliche Selbstbestimmung, dafür ein höheres Maß an geistiger Individualisierung. Verbundenheit und soziale Kontakte nehmen ab, werden unglücklicherweise aber auch immer wichtiger. Dadurch profitieren ältere Leute umso stärker von der gesellschaftlichen Einbindung durch die Netzwerkmedien und können so stark an Lebensfreude gewinnen. Persönliche Kontakte haben hingegen eine vielfach höhere Qualität.

Auf dem Weg zum Glück

Um Lebensfreude und damit Glück zu schaffen, gilt es, eigene Werte, Bedürfnisse und Zielvorstellungen zu ermitteln, die dazu führen, dass man eine Vorstellung von der Entwicklung des eigenen Lebens schafft. Daneben ist es wichtig, soziale Beziehungen und Kontakte aufzubauen und anderen die notwendige Aufmerksamkeit und Anerkennung zu geben, denn auch das Gegenüber hat Freiheit und Autonomie verdient. Um den Übergang von Privatleben und Berufsalltag etwas zu verschärfen, ist ein gutes Zeitmanagement unentbehrlich. Man muss nicht 24/7 erreichbar sein, auch wenn die technischen Möglichkeiten das heute ohne weiteres zulassen. Eine gute Methode, um Zeit für sich zu haben, ist es, das Handy einfach mal auszuschalten und die Aufmerksamkeit auf andere, kleine Dinge oder Zustände zu richten.
Dabei vermehrt sich das Glück, so besagt es ein altes Sprichwort, wenn man es teilt. Schließlich sucht man nicht alleine nach der Erfüllung des Lebens. Dieses Zusammenwirken funktioniert nicht nur im Privatleben. Auch in Politik, Freizeit und Arbeitsalltag steht man in Verbindung zu anderen Menschen, die im Regelfall alle dasselbe Ziel haben. So sollten wir versuchen an einem Strang zu ziehen und die Lebensbedingungen aktiv mitzugestalten.
Das Tolle ist – anfangen kann man jederzeit. Es ist nie zu spät!

 

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